Wirtschaft

Wirtschaft: Daimler lenkt nur teilweise ein im Streit über den Schmutz-Smart

Deutsche Umwelthilfe mahnt Autokonzern wegen Verbrauchertäuschung ab

Stuttgart/Berlin, 18.05.2017 (duh). Nachdem Daimler Chef Zetsche nur unzureichend auf die Forderungen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zum Verkaufsstop, zur Nachbesserung ausgelieferter Fahrzeuge sowie zur Werbung für Euro 6 Smart mit besonders hohen Abgasemissionen reagiert, mahnte die DUH am gestrigen Mittwoch, 17.5.2017, die Stuttgarter Daimler AG wegen „irreführender Werbung“ ab. Die DUH hatte in der vergangenen Woche den Daimler Vorstandsvorsitzenden persönlich aufgefordert, den Verkauf des bei Abgasmessungen der DUH sowie des ADAC mit extrem hohen Rußpartikelwerten aufgefallenen Smart fortwo 0,9 Turbo sowie aller weiteren Benzin-Smarts mit ähnlichem Abgasverhalten sofort einzustellen und erst wieder aufzunehmen,

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Wirtschaft: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben – 281.979 mal NEIN zu Autobahnprivatisierung

Mit einer “Melkkuh” werden die Abgeordneten aufgefordert, die Autobahnprivatisierung abzusagen

Berlin, 17.05.2017 (gib). Die Große Koalition will die Abstimmung über die Autobahnprivatisierung verschieben. Hintergrund ist die für die Koalitionäre ungeklärte Frage, ob Privatisierung ausgeschlossen werden kann. Das Bündnis “Keine Fernstraßengesellschaft” hat deswegen die HaushaltspolitikerInnen der Großen Koalition eingeladen, 281.979 Unterschriften gegen die Autobahnprivatisierung entgegenzunehmen. Die Unterschriften stammen aus verschiedenen Sammlungen (GiB: 12.383, Bündnis: 1.819, campact: 267.777).  Der haushaltspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Kahrs, hat die Unterschriften stellvertretend entgegengenommen.

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Wirtschaft: Kraftwerksprojekt der Deutschen Bank – Kohle trifft Korruption

Massive Bestechungsvorwürfe gegen beauftragte Baufirma Odebrecht

Frankfurt, 17.05.2017 (ug). Während die Deutsche Bank noch ihre Skandalgeschäfte der vergangenen Jahre verarbeitet, könnte sie im Fall der korruptionsbelasteten Firma Odebrecht beweisen, dass es ihr ernst ist mit dem Kulturwandel. Im Karibikstaat Dominikanische Republik steht sie an der Spitze eines Finanzkonsortiums für zwei neue Kohlekraftwerke im Ort Punta Catalina. Die Bauaufträge für das 2 Milliarden US-Dollar teure Projekt hat der brasilianische Konzern Odebrecht erhalten. Diesem wird Bestechung im Bieterprozess vorgeworfen, sein Angebot gilt als massiv überteuert. Auf der morgigen Hauptversammlung fordern Vertreter der Organisationen urgewald, Banktrack und CNLCC (Dom. Republik) von der Deutschen Bank, aus dem Projekt auszusteigen.

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Wirtschaft: Umstrittene Kohleimporte aus Kolumbien – EnBW unter Zugzwang

Italiens Energieversorger Enel trennt sich von Lieferanten in Kolumbien

Karlsruhe/Aachen, 08.05.2017 ug. Anlässlich der morgen stattfindenden Hauptversammlung des Energiekonzerns EnBW in Karlsruhe fordern das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR und die NGO urgewald, dass EnBW dem Beispiel europäischer Konkurrenten folgt und umgehend die Geschäftsbeziehungen mit den umstrittenen Lieferanten Drummond (USA) und Prodeco/Glencore (Schweiz) unterbricht. Der italienische Energieversorger Enel hatte vergangene Woche bestätigt, die Steinkohle-Importe von diesen Unternehmen aus der kolumbianischen Region Cesar auszusetzen.

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Wirtschaft: Die Frisur hält – dank Plastik in Drei-Wetter-Taft

Am Samstag protestieren Greenpeace-Ehrenamtliche bundesweit gegen Mikrokunststoffe in Kosmetik

Hamburg, 05.05.2017 (gp). Über umweltschädliche Mikrokunststoffe informieren Greenpeace-Ehrenamtliche am Samstag am Beispiel von Drei Wetter Taft, einer Schwarzkopf-Marke der deutschen Firma Henkel. Die Aktion findet morgen in rund 60 Städten statt, darunter Berlin, Düsseldorf und Köln (Liste unter http://gpurl.de/dt7Wu). Neben einer knapp zwei Meter großen Persiflage einer Drei-Wetter-Taft-Werbung und einem Infostand werden die Ehrenamtlichen eine Straßenumfrage zum Thema durchführen und die Ergebnisse an die Firma Henkel weitergeben.

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Wirtschaft: Bayer-Monsanto-Fusion bedroht bäuerliche Landwirtschaft

Breites Bündnis demonstriert vor Bayer-Aktionärsversammlung gegen Megafusion / Bauern verbrennen aus Protest Patentscheine und Fusionsverträge

Bonn, 28.04.2017 (ml). Vor Beginn der Bayer-Hauptversammlung demonstrierten heute früh Bauern und Verbraucher zusammen in Bonn gegen die geplante Monsanto-Übernahme. Die Kritik der rund 50 in der Kampagne „Meine Landwirtschaft“ zusammengeschlossenen Organisationen lautet: Da Bayer-Monsanto bei erfolgreicher Fusion zum weltweiten Marktführer im Saatgut- und Agrochemiemarkt wird, könne der Megakonzern künftig fast im Alleingang bestimmen, was Bauern pflanzen und Verbraucher essen.

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Wirtschaft: Gefährliches Schweigen bei Blutkohle

Essen, 26.04.2017  (ug). Zur morgigen Hauptversammlung des Energiekonzerns RWE weisen die Organisationen urgewald und PAX auf die Untätigkeit des Konzerns bei Blutkohle-Importen aus Kolumbien hin. „Während sich bei den Konkurrenten Enel in Italien und Vattenfall in Schweden ein Sinneswandel abzeichnet, ignoriert der deutsche Kohleriese die sich zuspitzende Situation in der kolumbianischen Kohleregion Cesar“, kritisiert Sebastian Rötters, Kohleexperte bei urgewald. RWE importiert große Mengen Steinkohle von den in Cesar aktiven Bergbaukonzernen Drummond und Prodeco/Glencore.

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