Alfred-Wegener-Institut

Umweltnachrichten: Wie sich das Klima an Kipppunkten in kurzer Zeit ändert

Neue Studie zeigt: Graduelle Veränderungen der CO2-Konzentration in der Atmosphäre können abrupte Klimaschwankungen auslösen

Bremerhaven, 19.06.2017(awi).  Während der letzten Eiszeit konnte der Einfluss von atmosphärischem CO2 auf den Nordatlantikstrom innerhalb weniger Jahrzehnte in Grönland einen Anstieg der Temperatur um bis zu 10 Grad Celsius verursachen. Das zeigen neue Klimaberechnungen von Wissenschaftlern des Alfred-Wegener-Instituts und der Universität Cardiff. Erstmals konnte damit nachgewiesen werden, dass es in der jüngeren Erdgeschichte Situationen gab, in denen graduell steigende CO2-Konzentrationen an sogenannten Kipppunkten abrupte Ozeanzirkulations- und Klimaänderungen ausgelöst haben.

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Wissenschaft & Forschung: Klimaforscher wollen bessere Eis- und Wettervorhersagen für mehr Sicherheit in der Arktis und Antarktis

Meteorologe Thomas Schmidt laesst bei starkem Wind einen Wetterballon vom Dach der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer-Station III steigen. Bildquelle: Alfred-Wegener-Institut

Bremerhaven, 16.05.2017 (awi). Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) haben heute in Genf den Start der internationalen Forschungsinitiative Year of Polar Prediction bekanntgegeben. Das Ziel des zweijährigen Großprojektes mit Partnern aus mehr als 20 Ländern ist es, die Wetter-, Eis- und Klimavorhersagen für die Arktis und Antarktis so umfassend zu verbessern, dass zum einen die Risiken für den Schiffsverkehr und andere Aktivitäten künftig besser eingeschätzt und Unfälle vermieden werden können.

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Wissenschaft & Forschung: Forscher entschlüsseln die Antriebskräfte der Wanderung großer Eisberge

Tafeleisberge treiben acht Jahre und länger durch das Südpolarmeer und schmelzen vor allem an der Unterseite

Treibender Eisberg, umgeben von Meereis, im Weddellmeer
Bildquelle: Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven

Bremerhaven, 10.04.2017 (awi). Wenn in absehbarer Zukunft am Larsen-C-Schelfeis in der Antarktis ein Tafeleisberg von der fast siebenfachen Größe Berlins abbricht, beginnt für ihn eine Wanderung, deren Route Klimawissenschaftler des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung schon jetzt ziemlich genau vorzeichnen können. Den Forschern ist es nämlich gelungen, die Drift antarktischer Eisberge durch das Südpolarmeer treffend zu modellieren und dabei die physikalischen Antriebe ihrer Wanderung und ihres Schmelzens zu identifizieren. Welche Kräfte dabei maßgeblich wirken, hängt nämlich von der Größe des Eisberges ab.

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Wissenschaft & Forschung: Müll in den Weltmeeren überall präsent insgesamt 1220 Arten betroffen

Neues AWI-Datenportal Litterbase fasst erstmals alle publizierten wissenschaftlichen Daten zusammen

Bild: Weltweite Verteilung von Müll und Mikroplastik in aquatischen Lebensräumen (Anzahl pro Quadratkilometer) (Status 23.03.2017). Grafik: Alfred-Wegener-Institut / AWI-Litterbase)

Bremerhaven, 29.03.2017 (awi). Wo befindet sich Müll im Meer und welche Arten und Lebensräume beeinflusst er? Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts haben erstmalig alle publizierten wissenschaftlichen Daten in einer einzigen umfassenden Datenbank zusammengetragen und jetzt im Online-Portal AWI-Litterbase veröffentlicht (www.litterbase.org). Sie stellen die Verteilung des Mülls und dessen Wechselwirkungen mit Organismen in globalen Karten dar. Außerdem fließen die regelmäßig aktualisierten Datensätze in grafische Auswertungen ein, die das Team einordnet.

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Wissenschaft & Forschung: Abenteuer im Eis

Was Klimaforscher mit der Polarstern vorhaben

Diese mit dem Eis driftende Boje zeichnet meteorologische Daten auf. Bildquelle: Mario Hoppmann Alfred-Wegener-Institut

Bremerhaven, 07.03.2017 (awi). In gut zwei Jahren wird das Forschungsschiff Polarstern zu einer abenteuerlichen Expedition aufbrechen. Ein Jahr lang soll es festgefroren im Eis quer durch die Arktis driften. Wissenschaftler wollen dabei neue Erkenntnisse über den Klimawandel gewinnen. Auf der amerikanischen Wissenschaftskonferenz AAAS in Boston wurde das Projekt jetzt erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

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Wissenschaft & Forschung: Manganknollen als Brutstätte für Tiefseekraken

Biologen entdecken in mehr als 4000 Metern Tiefe neue Krakenarten, die viele Jahre lang ihr Gelege bewachen und ohne Hartsubstrat wie Manganknollen kaum überleben

Bildquelle: Alfred-Wegener-Institut

Bremerhaven, 06.01.2017 (awi). Manganknollen am Meeresboden des Pazifischen Ozeans sind eine wichtige Brutstätte für Tiefseekraken. Wie ein deutsch-amerikanisches Biologen-Team in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Current Biology berichtet, heften die Kraken ihre Eigelege an Schwämme, welche nur auf den Manganknollen wachsen. Die Forscher hatten die bisher unbekannten Krakenarten auf Tauchexpeditionen im Pazifik in einer Tiefe von mehr als 4000 Metern beobachtet – ein neuer Tiefenrekord für diese Kraken.

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Wissenschaft & Forschung: Große Mengen an Schmelzwasser auf ostantarktischem Eisschelf

Entdeckung einer Ringstruktur vor zwei Jahren führt zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen

Bildquelle: Alfred-Wegener-Institut

Bremerhaven, 02.01.2017 (awi). Die ostantarktischen Eisschelfe könnten anfälliger für Klimaveränderungen sein als bislang angenommen. Ein Forscherteam unter Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts hat große Mengen an Schmelzwasser im Roi Baudouin-Schelfeis nachgewiesen. Verantwortlich dafür sind starke Winde. Das ist das Ergebnis einer Studie, die jetzt in der Online-Ausgabe des Fachmagazins Nature Climate Change veröffentlicht worden ist.

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