EU-Vogelschutzrichtlinie

Umweltnachrichten: Bundestag stoppt gefährliches Vetorecht im Bundesnaturschutzgesetz

Umweltverbände: Angriff auf den Meeresschutz abgewehrt

Berlin, 23.06.2017 (nb). Nord- und Ostsee können auch in Zukunft durch das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) geschützt werden. Mit einem Änderungsantrag der Abgeordneten der Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD stoppte der Bundestag am 22. Juni mit großer Mehrheit den Plan der Bundesministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Forschung per Vetorecht zukünftig effektive Meeresschutzmaßnahmen verhindern zu können. Die Umweltverbände NABU, BUND, DNR, DUH, Greenpeace, Schutzstation Wattenmeer, WWF und Whale & Dolphin Conservation hatten sich intensiv für den Antrag eingesetzt und begrüßten die Entscheidung.

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Baden-Württemberg: 25 Jahre europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie

Umweltminister Untersteller: „Die FFH-Richtlinie stellt das Rückgrat für den Erhalt der Natur in unserer Heimat dar.“

Stuttgart, 19.05.2017 (um/bw). Am 21. Mai wird die europäische Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 25 Jahre alt. Die „FFH-Richtlinie“ bildet zusammen mit der EU-Vogelschutzrichtlinie aus dem Jahr 1979 die Grundlage für das Europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“. Ziel ist der Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa und der Aufbau eines zusammenhängenden Netzes europäischer Schutzgebiete. „Die FFH-Richtlinie stellt das Rückgrat für den Naturschutz in Baden-Württemberg dar“, sagte Umwelt- und Naturschutzminister Franz Untersteller heute (19.05.) in Stuttgart.

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Neue Studie: EU-Politik zu Landwirtschaft und Naturschutz im Konflikt

Tschimpke: Richtungswechsel in der EU-Agrarpolitik dringend notwendig

Berlin, 16.08.2016 (nb). Europas Feldvögeln geht es immer schlechter – und die EU kann mit ihrer Naturschutzpolitik diese Entwicklung derzeit nicht stoppen. Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie, die acht Forschungseinrichtungen und Verbände vorgelegt haben. Die Wissenschaftler untersuchten den Zusammenhang zwischen dem seit Jahren anhaltenden Rückgang von Feldvögeln in Europa und der EU-Naturschutz- und Agrarpolitik.

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Italien verbietet den Vogelfang

Die letzten 92 Fanganlagen müssen heute geschlossen werden
Bonn, 02.12.2014 (ots) – Die italienische Regierung hat heute den Vogelfang endgültig verboten. Die letzten 92 Großfanganlagen (die sog. "Roccoli"), die in Norditalien noch in Betrieb waren, müssen umgehend den Betrieb einstellen. Hintergrund ist ein seit Jahren bei der Europäischen Union anhängiges Verfahren wegen Verstoßes gegen die EU-Vogelschutzrichtlinie, das von den italienischen Naturschutzverbänden LIPU und LAC und dem in Bonn ansässigen Komitee gegen den Vogelmord initiiert wurde. Im November hat Brüssel Italien mit einer Strafe in Millionenhöhe gedroht, wenn die Fanganlagen nicht geschlossen werden.

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