Umweltnachrichten

Umweltnachrichten: Agenda für die Umsetzung einer Rohstoffwende Deutschland bis 2049

Freiburg, 18.05.2017 (oeko). In diesem Moment wird irgendwo in Lateinamerika mit Hilfe von Quecksilber Gold gewonnen – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Menschen und die Umwelt. Irgendwo in Afrika kämpfen Warlords mit Kindersoldaten um das Mineral Coltan, das in unseren Mobiltelefonen verbaut ist. In China werden Seltene Erden gefördert, bei deren Aufbereitung radioaktive Schlämme zurückbleiben – häufig ohne sicheres Abfallkonzept. Dies geschieht auch, um den Rohstoffhunger in Deutschland zu befriedigen.

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Umweltnachrichten: Kraftakt für den kleinsten Wal der Welt

WWF fordert dauerhaftes Stellnetzverbot und stärkeren Kampf gegen Artenschmuggel

Hamburg, 18.05.2017 (wwf). Der kleinste Wal der Welt droht vor unseren Augen von diesem Planeten zu verschwinden. Weniger als 30 Vaquita-Schweinswale schwimmen noch im Golf von Kalifornien, ihrem einzigen Verbreitungsgebiet.  Im März und April wurden fünf Exemplare des  bedrohten Meeressäugers tot aufgefunden.  Die Vaquitas ertrinken elendig  in Stellnetzen der Fischer, deren Einsatz zwei Jahre lang untersagt war. Trotzdem soll  dieses Verbot Ende Mai auslaufen.

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Umweltnachrichten: Gülle aus Schweineställen trägt multiresistente Keime in die Umwelt

Greenpeace: Bessere Tierhaltung kann hohen Einsatz von Antibiotika senken

Hamburg, 18.05.2017 (gp). Mit Gülle aus Schweineställen gelangen multiresistente Keime und Antibiotika großflächig in die Umwelt. Das zeigen Laboranalysen von 19 Gülleproben aus Schweineställen in sieben Bundesländern, die Greenpeace beauftragt hat (alle Ergebnisse http://gpurl.de/enZo2). 13 Proben enthielten Bakterien, die gegen Beta-Lactam-Antibiotika resistent waren. Diese werden auch Menschen häufig verabreicht. In sechs Proben fanden sich Bakterien mit Resistenzen gegen gleich drei Antibiotikagruppen. An multiresistenten Keimen sterben allein in Europa jährlich etwa 25.000 Menschen.

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Umweltnachrichten: Deutsche Umwelthilfe fordert Fahrverbote für alle schmutzigen Diesel-Pkw inklusive Euro 6

Wissenschaftliche Studie quantifizierte erstmals die Folgen erhöhter Stickoxidemissionen von Dieselfahrzeugen für Umwelt und Gesundheit

Berlin, 16.05.2017 (duh). Eine Studie des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Environmental Health Analytics, LLC. quantifiziert erstmals die Auswirkungen erhöhter Stickoxidemissionen (NOx) aus Dieselfahrzeugen auf Umwelt und Gesundheit weltweit. Die Abgase von Pkw, Lkw und Bussen mit Dieselmotor tragen demnach wesentlich zu Todesfällen bei, die durch Luftverschmutzung verursacht werden. Im Jahr 2015 liegt diese Zahl nach Studienangaben bei 107.600, davon sind knapp 40.000 den im Vergleich zu Laborwerten deutlich höheren Emissionen im realen Betrieb der Fahrzeuge zuzuordnen.

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Umweltnachrichten: NABU zu 25 Jahre FFH-Richtlinie – Rettungsnetz für Arten und Lebensräume

Miller: Umsetzung der EU-Naturschutzrichtlinien in der Praxis muss besser werden

Brüssel/Berlin, 15.05.2017 (nb). Der 21. Mai ist ab sofort offizieller „Europäischer Natura-2000 Tag“. Damit wird das einzigartige zusammenhängende Netz von Schutzgebieten innerhalb der Europäischen Union gewürdigt, das seit 25 Jahren nach den Vorgaben der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) und der noch länger geltenden EU-Vogelschutzrichtlinie errichtet wird. Seitdem hat es einen bedeutenden Beitrag für den Schutz von Arten und ihren Lebensräumen geleistet.

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Umweltnachrichten: Klimaklage gegen RWE

Oberlandesgericht verhandelt Berufung am 13. November

Bonn/Hamm, 15.05.2017 (ug). Der 5. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Hamm hat nun entschieden, dass die Berufung des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya am 13. November (Montag, 12:30 Uhr) mündlich verhandelt wird. Für den öffentlichen Verhandlungstermin ist eine Dauer von rund zwei Stunden angesetzt. Der Termin fällt mitten in die zweiwöchige UN-Klimakonferenz in Bonn (6. – 17. Nov.), was dem Fall auch international noch zusätzliche Aufmerksamkeit bescheren dürfte.

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Umweltnachrichten: Rotmilan-Paar wird von Windenergieanlage vertrieben

NABU zeigt Investor einer Windenergieanlage in Nordhessen an

Wetzlar/Berlin, 12.05.2017 (nb). Wegen des Verstoßes gegen geltendes Naturschutzrecht hat der NABU gegen einen Betreiber und den Flächenverpächter eines Windenergieparks im nordhessischen Landkreis Waldeck-Frankenberg Anzeige erstattet. NABU-Mitglieder hatten den Betreiber und den Flächenverpächter dabei erwischt, wie sie die Ansiedlung eines Rotmilan-Brutpaars in der Nähe ihrer Windenergieanlagen durch massive Störung zu verhindern versuchten. Gemäß Genehmigungsbescheid müsste dieser Windpark bei einer aktiven Brut von Rotmilanen in der Umgebung vom 1. Mai bis zum 31. Juli tagsüber still stehen.

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