2015 4. Quartal

Umweltnachrichten: BUND erhebt Klage gegen Offshore-Terminal Bremerhaven

Bremen, 30.12.2015 (bd/hb). Heute hat die vom BUND beauftragte Rechtsanwaltskanzlei beim Verwaltungsgericht Bremen Klage gegen den Offshore-Terminal Bremerhaven (OTB) eingereicht. Die Klageerhebung erfolgt zunächst fristwahrend. Die ausführliche Begründung muss nun innerhalb der nächsten sechs Wochen nachgereicht werden. Der BUND erachtet den Bau des Offshore-Terminals  zum ausschließlichen Umschlag von Offshore-Windkraftanlagen für nicht tragfähig begründet. Da der Bau in einem europäischen Natura 2000-Schutzgebiet in Brackwasserwatt und Flachwasserzone der Wesermündung – zugleich Teil des größten bremischen Naturschutzgebiet Luneplate – erfolgen soll,

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Jubiläum im Watt zum Jahreswechsel

Wilhelmshaven / Hannover, 30.12.2015 (wwf/bd). Der Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer wird am 1. Januar 30 Jahre alt. Zum Jubiläum ziehen die Umweltorganisationen WWF und BUND eine Bilanz mit großen Naturschutzerfolgen und schmerzhaften Schwachstellen. Insbesondere die Unterwasserwelt des Weltnaturerbes genieße trotz Nationalparkstatus noch immer kaum Schutz. Im Jubiläumsjahr selbst wurden wichtige Erfolge erzielt: Im Langwarder Groden können sich hinter einem geöffneten Sommerdeich die Salzwiesen wieder entwickeln und der Nationalpark wird durch neue Ranger nun besser betreut.

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BUND und BIW legen Hessen Mobil massive Irreführung zur Last

Fotomontage: BIW Umgehungsvariante O2: Hohe Kosten verursachen vor allem die gigantischen Brücken wie die über das Weiherer Tal, aber auch die Tunnelbauwerke in brüchigem Gestein

über das Weiherer Tal, aber auch die Tunnelbauwerke in brüchigem Gestein

Heppenheim, 30.12.2015 (bd/hp). Der BUND-Ortsverband Mörlenbach und die Bürgerinitiative Weiher (BIW) sind sich in ihrer Einschätzung einig. Herwig Winter, BUND-Ortsbeauftragter: „Die von Hessen Mobil für die Varianten O2 und W4 vorgelegten Kosteneinschätzungen sind in einem ungeheuren Ausmaß irreführend.“ Willi Kleemann, BIW-Vorsitzender: „Wir sind völlig perplex, in welchem Umfang Hessen Mobil interessengeleitete Zahlen verwendet, um zu den für sie passenden Ergebnissen zu kommen.“ Ein neuerlich von BUND und BIW in Auftrag gegebenes Gutachten befasst sich mit den Kosten für die Variante O2.

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Tierischer Hochzeits-Boom im Januar

Hamburg, 29.12.2015 (ots). Rausch-, Ranz- und Rammelzeit: Im Wald finden jetzt die „Hochzeiten der Wildtiere“ statt. „Anfang des Jahres laufen die Hormone bei Wildschwein, Waschbär, Wolf & Co auf Hochtouren“, erklärt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Zeitpunkt ist von der Natur perfekt gewählt. „Denn der Nachwuchs kommt im Frühjahr auf die Welt, wenn die Natur wieder erwacht, das erste Grün sprießt und die Temperaturen steigen.“ Hier ein Überblick über die ersten „Paare des Jahres 2016“.

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Bayern-Ei: Grüne reichen Fragenkatalog für Sondersitzung ein

München, 29.12.2015 (dgr/lmo). Die Landtags-Grünen reichen einen Fragenkatalog für die Sondersitzung des Umweltausschusses zu den Vorgängen bei Bayern-Ei und im Umweltministerium ein und fordern die Herausgabe der Kopien aller Originalvermerke und aller damit zusammenhängenden Akten wie Anschreiben und Besprechungsprotokolle noch vor der Sondersitzung in der zweiten Kalenderwoche 2016. „Verbraucherschutzministerin Scharf und Staatsminister Huber müssen Stellung nehmen, zur Kommunikation, zu den Konsequenzen und zu Plänen für die Zukunft“, so die verbraucherschutzpolitische Sprecherin Rosi Steinberger.

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NABU: Philipp zu Guttenberg erhält „Dinosaurier des Jahres 2015“

Dinosaurier des Jahres 2015 Bildquelle: NABU/E. Neuling

Bildquelle: NABU/E. Neuling

Berlin, 29.12.2015 (nb/bawü). Der NABU hat Philipp Freiherr zu Guttenberg mit dem „Dinosaurier des Jahres 2015“ ausgezeichnet. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände (AGDW) erhält den Negativpreis für seinen erbitterten Widerstand gegen eine natürliche Waldentwicklung und die Lobbyarbeit gegen das EU-Naturschutzrecht. Philipp zu Guttenberg vertritt und verbreitet eine anachronistische Sicht des Waldes, die sich alleine auf die wirtschaftliche Nutzbarkeit von Holzressourcen beschränkt. Der NABU kritisiert zudem, dass der Chef der Waldeigentümer immer noch die Ziele der bereits 2007 vom Bundeskabinett beschlossenen Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt angreift.

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Silvester-Feuerwerk: NABU rät zu bewusstem Umgang

fireworks-604207_640Stuttgart, 29.12.2015 (nb/bawü). Für viele Menschen sind Feuerwerk und Silvester untrennbar miteinander verbunden, während die Tierwelt gut ohne Böller & Co. auskäme. Der NABU rät angesichts von Stress für die Tierwelt, Feinstaub- und Müllproblematik zum bewussten Umgang: „Wie so oft gilt auch hier: Weniger ist mehr. Wenn schon Feuerwerk, dann am besten möglichst kurz und nicht in Feld, Wald und Flur“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Andre Baumann. Gerade für die Vogelwelt bedeutet das Silvester-Feuerwerk eine enorme Störung. Radaraufnahmen haben gezeigt, dass Vögel aufgeschreckt ihre Schlafplätze verlassen und in die Höhe steigen, sobald es laut knallt und grelles Licht den Nachthimmel erhellt.

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