Umweltnachrichten international

Umweltnachrichten international: Die Räuber des Welterbes

WWF-Studie: Wilderei in fast der Hälfte des UNESCO-Weltnaturerbes

Berlin, 18.04.2017 (wwf). In fast der Hälfte aller UNESCO-Weltnaturerbestätten werden bedrohte Arten gewildert, wird illegal Holz geschlagen oder illegal gefischt. Bereits vierzehn Stätten stehen auf der Liste des Welterbes in Gefahr. Das zeigt die am Dienstag veröffentlichte WWF-Studie „Not for Sale“. Die Naturschutzorganisation ruft daher weltweit zur engeren Zusammenarbeit im Kampf gegen den illegalen Handel mit Tier- und Pflanzenarten auf. Die internationale Staatengemeinschaft dürfe nicht tatenlos dabei zusehen, wie Wilderer das Welterbe plündern und ausrauben, so die Warnung des WWF.

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Umweltnachrichten international: Vulkanausbrüche dezimierten Pinguinkolonie

Eselspinguine (Pygoscelis papua) auf Ardley Island, Antarktis. Bildquelle: IDW

Bochum, 14.04.2017 (idw). Vulkanausbrüche haben eine Kolonie von Eselspinguinen auf der Westantarktischen Halbinsel in den vergangenen 7.000 Jahren mehrfach stark dezimiert. Dies zeigt eine Studie, die Meereswissenschaftler des Instituts für Chemie und Biologie des Meeres der Universität Oldenburg zusammen mit britischen Experten durchgeführt haben. Die Forscher analysierten Pinguin-Guano, der aus den vergangenen Jahrtausenden stammte. Sie konnten zeigen, dass der Ascheregen eines naheliegenden Vulkans die Pinguinpopulation mehrfach an den Rand des Aussterbens gebracht hat.

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Umweltnachrichten international: Enttäuschendes Votum des Grünen Klimafonds für Finanzierung großer Wasserkraftprojekte

Germanwatch kritisiert unklaren Klimanutzen bei Großprojekt in Tadschikistan

Songdo, 06.04.2017 (gw). Am heutigen Donnerstag hat das Direktorium des Grünen Klimafonds (GCF) zwei vorgeschlagenen Wasserkraft-Projekten zugestimmt: Der Erneuerung der Anlagentechnik eines Großstaudamms in Tadschikistan und dem Neubau eines mittelgroßen Staudamms auf den Salomon-Inseln. Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht die Finanzierung durch den GCF kritisch. Lutz Weischer, Teamleiter für Internationale Klimapolitik bei Germanwatch:

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Umweltnachrichten international: Nashorn im Fadenkreuz

Südafrikanisches Gericht kippt Handelsverbot für Nashorn-Horn

Berlin, 06.04.2017 (wwf). Das südafrikanische Verfassungsgericht hat das Moratorium des nationalen Handels mit Nashorn-Horn aus formalen Gründen gekippt. Die Regierung des Landes arbeitet nach eigenen Angaben bereits an einer Regelung, die den Kauf und Verkauf in Zukunft ermöglicht. Auch eine Legalisierung des Exports ist im Gespräch. Ein kommerzieller Handel auf internationalem Niveau bleibt weiterhin durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen verboten. Der WWF befürchtet, dass der legale Export Schlupflöcher für den illegalen Handel nach Asien schafft und eine Strafverfolgung erheblich erschwert.

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Umweltnachrichten international: Vage Hoffnung für Chinas Elefanten

Ein Drittel aller Elfenbeinläden muss dichtmachen

Bildquelle. Pixabay

Kerpen, 31.03.2017 (reaev). Der 31. März – ein guter Tag für die Elefanten! China macht Ernst mit seiner Ankündigung, den Elfenbeinhandel zu beenden und schließt rund ein Drittel seiner insgesamt 164 offiziellen Schnitzwerkstätten und Elfenbeinshops. Die restlichen sollen bis zum Jahresende folgen. Dieser wichtige Schritt zur Rettung der akut vom Aussterben bedrohten Elefanten steht übrigens in der EU bis dato noch aus.

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Umweltnachrichten international: Riesensalamander, Geckos und Olme – Verschwundene Artenvielfalt in Sibirien

Entwicklung von Amphibien und Reptilien in zwölf Millionen Jahren Erdgeschichte untersucht

© Davit Vasilyan / Senckenberg Museum

Tübingen, 23.03.2017 (semu).Senckenberg-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Madelaine Böhme hat gemeinsam mit einem internationalen Team die Entwicklung der Amphibien- und Reptilienfauna während der letzten zwölf Millionen Jahre in Westsibirien untersucht. Die Wissenschaftler zeigen in ihrer heute im Fachjournal „Peer J“ erschienenen Studie, dass die Artenvielfalt beider Tiergruppen in der Vergangenheit deutlich größer als heute war. Unter anderem fanden die Forscher erstmalig einen asiatischen Vertreter der ausgestorbenen Frosch-Familie Palaeobatrachidae sowie Nachweise für bis zu 1,80 Meter große Riesensalamander.

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Umweltnachrichten international: Urwald-Alarm – 30 Waldschützer fordern ein sofortiges Abholzungsmoratorium

Aktivisten von Agent Green stoppen gemeinsam mit Wissenschaftlern und Bergsteigern Holz-Trucks in Rumänien

Fagaras Natura 2000 – Gebiet, Rumänien: Wildes, wegloses Boia Mica-Tal. Am Taleingang haben Bauarbeiten für Forststrassen begonnen. Bildquelle: EuroNatur

Vidraru, Fagaras Gebirge, Rumänien, 10.03.2017 (en). 30 Urwaldschützer aus sechs EU-Ländern stoppen seit dem heutigen Morgen gemeinsam mit Wissenschaftlern und Alpinisten Holz-Trucks im Vidraru-Einzugsgebiet im Fagaras-Gebirge. Das Gebiet ist eines der wertvollsten Urwaldgebiete Europas. Die Aktivisten besetzten Bäume mit Spezialzelten und entrollten große Banner mit der Aufschrift: “Save Paradise Forests”.

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